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Engagierte Pflegekräfte sind rar, ihre Zeit und Energie ist wertvoll. Das Städtische Klinikum Braunschweig digitalisiert zahlreiche Abläufe, um das pflegerische und ärztliche Personal zu entlasten, ihm mehr Ruhe und relevante Informationen zu geben. Patient:innen profitieren von leichterer Orientierung und mehr Sicherheit. Im Fokus der Digitalisierung steht unter anderem der Leitstand für Bettendisposition und Logistik (LBL).
Im Jahr 2023 hat sich die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser dramatisch verschlechtert – sinkende Fallzahlen, steigende Kosten und ausbleibende Reformen bringen rund ein Viertel der Einrichtungen an den Rand der Insolvenz. Die Krankenhausreform, insbesondere das AKG-Versorgungsstufenmodell, soll hier Abhilfe schaffen. Auf Bundesebene wurden bereits zentrale Eckpunkte beschlossen: die Einführung bundeseinheitlicher Versorgungslevel und Leistungsgruppen sowie ein neues Vergütungssystem mit Vorhaltepauschalen, das die aDRG-Vergütung schrittweise ablöst. Die vollständige Umsetzung wird sich bis 2028 erstrecken, erste Schritte – wie die Zuordnung von Leistungsgruppen – sind bereits 2024 möglich. Eine neue Steuerungslogik verlangt von Krankenhäusern, ihre Kompetenzen und Prozesse neu zu bewerten, Kooperationen zu stärken und digitale Lösungen zu nutzen. Besonders erfolgreiche Pilotprojekte in NRW und Braunschweig zeigen, dass Vernetzung, Digitalisierung und Fokus auf Kernkompetenzen entscheidende Hebel für eine zukunftsfähige Versorgung sind.
Im Gespräch mit Dr. Raimar Goldschmidt stellt Maximilian Greschke die digitale Plattform Recare vor, die die bisher analoge Nachsorgekoordination im Gesundheitswesen revolutioniert. Statt zeitaufwändigem Austausch per Fax oder E-Mail vernetzt Recare Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen sowie Homecare-Anbieter in Echtzeit und ermöglicht eine automatisierte, datensichere und DSGVO-konforme Koordination der Anschlussversorgung. Die Plattform spart Zeit, entlastet Sozialdienste und nutzt Kapazitäten effizient – ohne auf bewährte Abläufe zu verzichten. Dank intuitiver Benutzeroberfläche, browserbasierter Anwendung und umfassender Interoperabilität mit Krankenhausinformationssystemen gelingt die Umstellung reibungslos. Mit inzwischen über 500 Krankenhäusern und 23.000 Leistungserbringern im Netzwerk ist Recare zu einem führenden Partner im digitalen Entlassmanagement geworden.
Im Gespräch mit Dr. Raimar Goldschmidt beschreibt Dr. Uta Korneli von der Korneli Unger Personalberatung (KUP) die Herausforderungen bei der Besetzung anspruchsvoller Positionen in Zeiten von Fachkräftemangel und veränderten Erwartungen der neuen Generationen. Während sich der Arbeitsmarkt zugunsten der Bewerber:innen verschoben hat, steigen deren Ansprüche an Arbeitgeber – Themen wie Work-Life-Balance, Unternehmenskultur und digitale Präsenz rücken stärker in den Fokus. KUP begegnet diesen Entwicklungen mit einem individuellen, stufenweisen Rekrutierungsprozess: Von der Analyse des Arbeitsplatzes über gezielte Ansprache geeigneter Kandidat:innen bis hin zur Begleitung von Vertragsverhandlungen und Onboarding. Dank eines gewachsenen Netzwerks und persönlicher Ansprache gelingt es KUP, auch latent wechselwillige Fachkräfte zu gewinnen. Ziel ist stets eine nachhaltige, kulturell passende Integration ins Team – professionell, persönlich und passgenau.

talk about transformation: Facility Management

Kategorie tat Autor Dr. Raimar Goldschmidt Datum 29.08.2023 Lesezeit 3:15
Im Interview mit Dr. Raimar Goldschmidt spricht Frank-Michael Frede, Geschäftsführer der VAMED Deutschland, über die Optimierung des Facility Managements in Krankenhäusern. Dabei betont er, dass modernes Facility Management weit über Gebäudereinigung hinausgeht – es umfasst sowohl sichtbare Aspekte wie Sauberkeit und Verpflegung als auch die technische Infrastruktur, die für Patient:innen meist unsichtbar bleibt, aber essenziell ist. Viele Krankenhäuser arbeiten noch mit veralteter Technik, deren Instandhaltung kostenintensiv ist. Frede sieht in der intelligenten Nutzung von Daten großes Potenzial zur Effizienzsteigerung: Energieverbrauch kann um bis zu 30 % gesenkt, Logistikprozesse verbessert und Ausfälle durch vorausschauende Wartung vermieden werden. Ziel ist ein nachhaltiges, ressourcenschonendes „Green Hospital“. VAMED unterstützt Kliniken dabei mit passenden Werkzeugen, Partnerschaften und strategischer Beratung auf dem Weg in eine wirtschaftlichere Zukunft.

talk about transformation: Prototype Club

Kategorie tat Autor Dr. Raimar Goldschmidt Datum 28.03.2023 Lesezeit 4:15
In der Interviewreihe „talk about transformation“ spricht Dr. Raimar Goldschmidt mit Clemens Pompeÿ vom prototype.club über die Herausforderungen großer Unternehmen – etwa im Gesundheitswesen – bei der Digitalisierung und Prozessoptimierung. Oft scheitern diese Vorhaben an hohen Kosten, Aufwand oder bürokratischen Hürden im europäischen Vergaberecht, das kleinere, innovative Start-ups ausschließt. Der prototype.club schafft hier Abhilfe, indem er gemeinsam mit Konzernen rechtssichere Ausschreibungsprozesse entwickelt, bei denen Start-ups mit funktionierenden Prototypen statt bloßen Konzepten antreten. So wird praxisnahe Innovation gefördert und gleichzeitig sichergestellt, dass erfolgreiche Anbieter auch Folgeaufträge erhalten, was Marktetablierung und Projektverantwortung stärkt.

talk about transformation: AKG-Strukturreform

Kategorie tat Autor Dr. Raimar Goldschmidt Datum 24.02.2023 Lesezeit 3:30
In einem Gespräch mit Dr. Raimar Goldschmidt von skbs.digital erläutert Nils Dehne von der Allianz der Kommunalen Großkrankenhäuser (AKG), warum eine grundlegende Reform des deutschen Gesundheitswesens dringend notwendig ist. Die Pandemie hat bestehende strukturelle und finanzielle Defizite offengelegt, durch die es zunehmend zu ungeplanten Klinikschließungen kommt – mit negativen Folgen für die medizinische Versorgung. Das von der AKG entwickelte Versorgungsstufenmodell setzt auf eine bundesweit einheitliche, aber regional anpassbare Einteilung der Krankenhäuser in Basis-, Erweiterte- und Umfassende Versorger. So sollen Wettbewerb um Ressourcen vermieden, Spezialisierung gefördert und Versorgungsstrukturen effizienter gestaltet werden. Für die Patient*innen bedeutet das: mehr Transparenz, schnellere Versorgung, weniger Lücken im System – unterstützt durch digitale Lösungen und vernetzte medizinische Netzwerke.
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